Aktuelles

EnEV 2014: Erhöhte Anforderungen für Neubau ab dem 1.Januar 2016

Am 1. Mai 2014 trat die zweite Verordnung zur Änderung der Energieeinsparverordnung (EnEV) vom 18.November 2013 in Kraft. Dort ist geregelt, dass ab dem 1.Januar zu errichtende Gebäude erhöhte Anforderungen an die Energieeffizienz erfüllen müssen: Der zulässige Wert für den Jahres-Primärenergiebedarf wird um 25 Prozent gesenkt. Außerdem darf der berechnete Transmissionswärmeverlust des konkreten Gebäudes den des Referenzgebäudes nicht überschreiten und muss unter dem in Anlage 1 Tabelle 2 vorgegebenen Höchstwert bleiben.

Neue Heizung: Förderung wird ab dem 1.Januar 2016 aufgestockt

Der Staat hat die Fördermittel für die Erneuerung der Heizung erhöht. Beim Einbau besonders effizienter Heizungen und der darauf abgestimmten Optimierung der Wärmeverteilung gewährt die staatliche Förderbank KfW im Rahmen des Förderprogramms "Energieeffizient Sanieren" einen Zuschuss in Höhe von 15 Prozent der Investitionskosten, maximal 7.500 Euro pro Wohneinheit. Als Alternative zum Zuschuss können Sie einen Kredit erhalten, zu einem Zinssatz von aktuell 0,75 Prozent mit einem Tilgungszuschuss von derzeit 12,5 Prozent der Darlehenssumme, bis zu 6.250 Euro pro Wohneinheit.

EWärmeG 2015: Neue Anforderungen ab dem 1.Juli 2015

Am 1.Juli 2015 ist in Baden-Württemberg die Novelle des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes (EWärmeG) in Kraft getreten. Bei der Erneuerung einer Heizungsanlage steigt der Pflichtanteil für Wärme aus erneuerbaren Energien von 10 auf 15 Prozent. Dafür gibt es verschiedene Erfüllungsoptionen, die teilweise kombinierbar sind.

Landesbauordnung: Änderungen treten am 1.März 2015 in Kraft

In der Landesbauordnung für Baden-Württemberg, LBO 2015 gibt es verschiedene Neuerungen, hier ein Teilauszug:

Kenntnisgabeverfahren: Dieses Verfahren wurde beschränkt auf Bauvorhaben, die den Festsetzungen des Bebauungsplans genau entsprechen. Abweichungen, Befreiungen oder Ausnahmen sind im Kenntnisgabeverfahren zukünftig nicht mehr möglich.

Barrierefreiheit: In Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. In diesen Wohnungen müssen die Wohn- und Schlafräume, eine Toilette, ein Bad und die Küche oder Kochnische barrierefrei nutzbar sein.

Abstandsflächen: Für die Ermittlung der Wandhöhe, die für die Tiefe der Abstandsfläche maßgeblich ist, werden grundsätzlich auch die Giebelflächen berücksichtigt, auch wenn die Dachneigung unter 45° liegt. Nachträgliche Wärmedämmungen eines bestehenden Gebäudes bleiben bis zu einer Dicke von 25 cm  abstandsflächenrechtlich außer Betracht.

Fahrradstellplätze: Bei der Errichtung baulicher Anlagen, bei denen ein Zu- und Abfahrtsverkehr mit Fahrrädern zu erwarten ist, sind notwendige Fahrrad-Stellplätze in solcher Zahl herzustellen, dass sie für die ordnungsgemäße Nutzung der Anlagen ausreichen. Notwendige Fahrrad-Stellplätze müssen eine wirksame  Diebstahlsicherung ermöglichen und von der öffentlichen Verkehrsfläche ebenerdig, durch Rampen oder durch Aufzüge zugänglich sein. Die Zahl der Fahrradstellplätze wurde mit zwei pro Wohnung festgesetzt.